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Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention

EBPI koordiniert das neue Schwerpunktprogramm Suizidprävention Kanton Zürich

Am diesjährigen Welttag der Suizidprävention, am 10. September 2015, hat der Zürcher Regierungs­rat das neue Schwerpunktprogramm Suizidprävention Kanton Zürich vorgestellt (Medienmitteilung / Pressekonferenz). Die Abteilung Prävention und Gesundheitsförderung des EBPI hat den Auftrag, das Schwerpunktprogramm zu koordinieren und hat die Website www.suizidpraevention-zh.ch aufgeschaltet.

 

Das Schwerpunktprogramm «Suizidprävention Kanton Zürich» zielt darauf ab, Menschen in suizidalen Krisen zu unterstützen und Auswirkungen von Suiziden und Suizidversuchen entgegenzutreten. Es sollen die Aufklärung der Bevölkerung verbessert und die Hilfe zur Selbsthilfe gestärkt werden. Die konkreten Massnahmen im Bereich Suizidprävention ergänzen die bereits laufenden Bemühungen zur Verbesserung der psychischen Gesundheit auf kantonaler und nationaler Ebene. Insgesamt wird der Kanton Zürich in den Jahren 2015 bis 2018 knapp 3 Millionen Franken für die Suizidprävention einsetzen.

 

Da Suizide und Suizidversuche in ganz verschiedenen Situationen und mit unterschiedlichen Methoden vollzogen werden, sind alle kantonalen Direktionen in die Umsetzung des Programms involviert. Einige Massnahmen bestehen bereits und werden intensiviert, andere werden neu lanciert. Das Schwerpunktprogramm umfasst 18 Massnahmen, die sich in fünf Handlungsfelder (HF) unterteilen lassen: Eines der Handlungsfelder zielt darauf ab, Suizidmethoden einzuschränken, etwa durch die Planung baulicher Sicherungsmassnahmen oder den verstärkten Rückruf von Waffen und Medikamenten (HF: Einschränkung von Suizidmethoden). In einem weiteren Handlungsfeld soll die Unterstützung für Menschen in suizidalen Krisen gestärkt werden; konkret beispielsweise durch die geplante Help-Line für Fachpersonen oder eine Notfallkarte mit 24-Stunden-Hilfsangeboten (HF: Hilfe in Krisen). Im Handlungsfeld «zielgruppenspezifischer Massnahmen» werden Fachpersonen wie Schulsozialarbeitende oder Angehörige medizinischer Berufe geschult. Zudem soll ein Monitoring die Datengrundlage für die Prävention verbessern (HF: Information und Kommunikation).

 

Als erste konkrete Massnahme dieses Handlungsfeldes hat die Abteilung Prävention und Gesundheitsförderung des EBPI bereits eine umfassende Webseite aufgeschaltet. Auf der Seite http://www.suizidpraevention-zh.ch finden Menschen, die sich in suizidalen Krisen befinden, die sich um jemanden sorgen oder die jemanden durch Suizid verloren haben, zahlreiche Informationen und insbesondere auch Tipps, wie sie über das Thema Suizid sprechen können. Die Abteilung wurde von der Zürcher Regierung mit der Koordination des Schwerpunktprogramms beauftragt und sorgt für die Vernetzung der kantonalen und auch nationalen Akteurinnen und Akteure (HF: Koordination und Vernetzung).

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